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The Fat Man Running (eine Kurzgeschichte)

The Fat Man Running (eine Kurzgeschichte)

Diese Kurzgeschichte, die auf einem Kreuzfahrtschiff spielt, war mein Beitrag zu einem kürzlichen Wettbewerb, bei dem es um den Gewinn einer Kreuzfahrt ging. Leider hat es nicht gewonnen, aber ich dachte, ich poste es hier, damit Sie es genießen können.

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Der dicke Mann rennt

Jim rieb sich vor Freude den Bauch, bevor er seinen neuen Freunden für ihre Gesellschaft dankte und sich von ihnen verabschiedete. Er hatte sein Vier-Gänge-Menü in vollen Zügen genossen und war erleichtert, dass das Gespräch genauso gut geklappt hatte wie der Wein. Als er sich auf den Weg zur Bar machte, um noch etwas zu trinken, verschwanden alle Sorgen, die er einst gehabt haben könnte, wenn er alleine unterwegs sein könnte.

An der Bar unterhielt sich Jim mit einem freundlichen irischen Barkeeper namens Conor. “Das selbe nochmal?” er hat gefragt.

„Ich bin mir nicht sicher“, überlegte Jim. „Vielleicht probiere ich etwas anderes aus. Was würden Sie empfehlen?” Ein paar Minuten später stellte Conor ein großes Glas mit hellgrüner Flüssigkeit auf die Bar.

„Das nennt man Fat Man Running“, witzelte er. Jim runzelte die Stirn und nahm einen Schluck. Er konnte sich nicht erinnern, in seinen 65 Jahren jemals zuvor ein grünes Getränk getrunken zu haben. Die warmen Aromen von Rum und Ginger Ale kontrastieren mit dem spritzigen Limettensaft und dem erfrischenden Blue Curacao.

“Es ist lecker!” er strahlte. „Mach mir noch einen.“

Ein paar Stunden später spürte Jim, wie das Schiff schwankte, als er sich auf sein Bett setzte und sich bemühte, seine Schuhe auszuziehen. „Wir müssen auf raue See zusteuern“, dachte er.

Als er ins Bett glitt, breitete Jim seine Arme und Beine aus wie ein Seestern und genoss das Gefühl der kühlen, weißen Laken auf seiner Haut. „Allein im Urlaub zu sein, ist sicherlich etwas, woran ich mich gewöhnen könnte“, entschied er, während er in einen tiefen Schlaf fiel.

Plötzlich öffneten sich Jims Augen. Zumindest dachte er, dass sie es taten. Er war sich nicht ganz sicher, da es in seiner Innenkabine keinerlei Licht gab. Sein Mund fühlte sich trocken an. Sein Kopf war schwer. Und die Kabine schien noch stärker zu schwanken. „Warum habe ich nicht ein Glas Wasser neben dem Bett stehen lassen?“ er fluchte.

Jim taumelte zum Badezimmer, öffnete die Tür und schloss sie hinter sich. Als er das Klicken der Tür hörte und sich seine Augen an das helle Licht gewöhnten, zuckte er entsetzt zurück, als ihm klar wurde, dass er sich überhaupt nicht im Badezimmer befand. Er war im Flur.

Jim versuchte verzweifelt, die Tür zu öffnen, und spürte, wie sein Herz raste, als ihm sein Fehler klar wurde. Die einzige Möglichkeit, wieder ins Zimmer zu gelangen, war eine Schlüsselkarte. Jims Hand griff automatisch nach seiner Hemdtasche, wo seine Finger seine haarige Brust berührten. Er griff in seine Hosentasche und stellte fest, dass seine Hand seinen nackten Oberschenkel erreichte.

Dem armen Jim blieb keine andere Wahl, als loszurennen. Der Aufzug hinunter zur Rezeption kam ihm wie die längste Reise seines Lebens vor. Als jede Decknummer auf dem Bildschirm aufleuchtete, sprach Jim ein stilles Gebet, dass sich die Türen nicht öffnen würden, bis er sein Ziel erreicht hatte.

Als er, um seine Bescheidenheit zu wahren, mit nichts als einem „Nasse-Boden-Schild“ zum Schreibtisch ging, lächelte der Herr hinter der Theke. „Ich schätze, du brauchst einen neuen Schlüssel?“

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